Was ist G-Code in der CNC-Maschine?
Aufbau, wichtige Befehle und Praxisrollen von G-Code und M-Code in der CNC-Steuerung.
G-Code ist die am weitesten verbreitete Programmiersprache für CNC-Maschinen. Er beschreibt, wohin sich Achsen bewegen, wie schnell und mit welchen Interpolationen – ergänzt um M-Codes für Maschinenfunktionen.
Aufbau einer Zeile
Typische Satzstruktur: `N10 G01 X50.0 Y20.0 F200`
- N: Satznummer (optional)
- G: Vorbereitungsfunktion
- X/Y/Z/A/B/C: Achsworte
- F: Vorschub
- S: Spindeldrehzahl
- T: Werkzeug
Wichtige G-Befehle
| Code | Bedeutung |
|------|-----------|
| G00 | Eilgang |
| G01 | Lineare Bearbeitung |
| G02/G03 | Kreisbogen |
| G17/G18/G19 | Bearbeitungsebenen |
| G40/G41/G42 | Fräserradiuskorrektur |
| G54–G59 | Nullpunktverschiebungen |
| G90/G91 | Absolut/Inkremental |
M-Befehle (Auswahl)
`M03/M04` Spindel rechts/links, `M05` Spindel stop, `M06` Werkzeugwechsel, `M08/M09` Kühlmittel, `M30` Programmende.
Wie entsteht G-Code heute?
Meist erzeugt CAM-Software den Code; der Postprozessor passt Syntax an Steuerung und Maschine an (Fanuc, Siemens, Heidenhain, Haas u. a.). Manuelles Feintuning bleibt für Optimierung und Sonderfälle wichtig.
Typische Fehlerquellen
- Falsche Einheit (Zoll/mm)
- Fehlende Radiuskorrektur
- Ungeeignete Anfahrbewegungen
- Verwechslung Absolut/Inkremental
Fazit
G-Code ist die gemeinsame Sprache zwischen CAM, Steuerung und Mechanik. Wer die Kernbefehle versteht, liest Programme sicherer, debugt schneller und optimiert Zerspanprozesse gezielter.